DFIC - DFIC » Aktuelles aus 2016

Rückwirkend zum 01. Januar 2018 gab die EU-Kommission am 7. Mai grünes Licht für die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage für eigenerzeugte Strommengen aus KWK-Neuanlagen. Als KWK-Neuanlage gelten jene Anlagen, die ab dem 01.08.2014 errichtet wurden.

Eine gesetzliche Umsetzung dieses Beschlusses steht jedoch noch aus, was derzeit durch die KWK-Interessenverbände mit Nachdruck angemahnt und eingefordert wird. Eine Umsetzung der Einigung soll durch den bereits vorliegenden Referentenentwurf im Rahmen des sogenannten „100 Tage Gesetzes“ (zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und weiterer Bestimmungen des Energierechts) erfolgen. Dies steht aufgrund des weiteren Abstimmungsbedarfs zwischen BMWi und BMU aber nach wie vor aus.

Die geplante Regelung zur EEG-Umlage für KWK-Neuanlagen im Detail

KWK-Neuanlagen

  • Stromintensive Industrie: unabhängig von der Anlagenleistung zahlen diese immer 40% der EEG-Umlage auf den Stromeigenverbrauch aus KWK-Anlagen
  • Weniger als 1 MWel sowie mehr als 10 MWel: hier sind auch zukünftig nur 40% der EEG-Umlage, d.h. derzeit 2,717 ct/kWh anstatt 6,792 ct/kWh, auf eigenverbrauchte Strommengen abzuführen
  • 1-10 MWel: hier bleibt es bei 40% der EEG-Umlage, sofern die Anlagen weniger als 3.500 Vollbenutzungsstunden (VBH) im Jahr laufen. Bei Anlagen mit höherer Auslastung steigt die durchschnittliche Umlage kontinuierlich an. Bei mehr als 7.000 VBH müssen 100% der EEG-Umlage, d.h. derzeit 6,792 ct/kWh, abgeführt werden. Bei 3.500 VBH bedeutet dies eine Einsparung von 60% bzw. derzeit 4,075 ct/kWh, bei 5.000 VBH immer noch eine Einsparung von 34% bzw. derzeit 2,329 ct/kWh an EEG-Umlage.

Nachfolgende Abbildung illustriert den linearen Anstieg der EEG-Umlage mit steigenden VBH.

Höhe der abzuführenden EEG Umlage für Neuanlagen ab 01.01.2018 in Abhängigkeit der VBH
EEG-Umlage für KWK-Anlagen zwischen 1-10 MWel

Übergangsregelung für „KWK-Neuanlagen“ mit Errichtung zwischen dem 01.08.2014 und dem 31.12.2017

Für KWK-Neuanlagen zw. 1-10 MWel, welche im Zeitraum August 2014 bis Ende 2017 errichtet wurden, gilt eine abgestufte Übergangsregelung:

  • Während der Übergangszeit sind ebenfalls 40% der EEG-Umlage auf die eigenerzeugte Strommenge abzuführen. Für die darüber hinausgehenden VBH steigt der Umlagesatz linear bis auf 100% bei 7.000 VBH an.
  • Anders als für zukünftig errichtete Neuanlagen verstehen sich die 40% hierbei als Sockel- oder Freibetrag so, dass sich z. B. bei 7.000 VBH eine Gesamtbelastung von 70% und bei 8.760 VBH von ca. 76% auf den gesamten Eigenstrom ergibt.
  • Die Dauer der Übergangsregelung hängt vom Datum der Inbetriebnahme der Anlage ab:
    • Inbetriebnahme August 2014 bis Dezember 2015: Regelung gilt bis zum 31.12.2018
    • Inbetriebnahme 2016: Regelung gilt bis zum 31.12.2019
    • Inbetriebnahme 2017: Regelung gilt bis zum 31.12.2020.

Hintergrund

Aufgrund der ausgelaufenen beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission mussten Anlagenbetreiber von KWK-Anlagen mit Inbetriebnahme nach dem 1. August 2014 die volle EEG-Umlage auf eigenverbrauchte Strommengen zahlen. In 2018 beträgt diese 6,792 ct/kWh.

Die Differenz zwischen der bei zahlreichen Betreibermodellen oftmals eingeplanten, reduzierten EEG-Umlage i.H.v. 40% für die eigenerzeugte Strommenge aus KWK-Anlagen und der Anfang 2018 vollständig abzuführenden EEG-Umlage beträgt 60% bzw. derzeit 4,075 ct/kWh bei Stromeigennutzung. Somit stellt diese zusätzliche Belastung durch eine höhere EEG-Umlagepflicht eine erhebliche Herausforderung für die Wirtschaftlichkeit eines bereits geplanten KWK-Anlagenbetriebs dar.

Ziel der nun zwischen EU-Kommission und BMWi erzielten Verständigung ist es, weitere Anreize für eine zunehmende Flexibilisierung von KWK-Anlagenkapazitäten bei der Stromerzeugung zu schaffen und die hohe Anzahl von „must-run“-KWK Anlagen im Markt weiter zu reduzieren.

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Gerne beraten wir Sie hierzu und informieren zu den weiteren Möglichkeiten einer Teilnahme am AHK-Geschäftsreiseprogramm der Exportinitive Energie (Link).

Die neue DFIC Länder-Datenbank umfasst und strukturiert eine Vielzahl wichtiger Informationsquellen wie bspw. Weltbank, Weltwirtschaftsforum, Vereinte Nationen, Transparency International, Bloomberg, etc. und deren statistische Indikatoren zur Bewertung des spezifischen Investitionsumfeldes in mehr als 60 Exportmärkten.

Auf diese Weise kann ein effizientes Screening sowie eine schnelle Bewertung des Investitionsumfeldes in wichtigen Exportmärkten – insbesondere im herausfordernden Bereich der Schwellen- und Entwicklungsländer – hinsichtlich der Machbarkeit und spezifischen Rahmenbedingungen für die Finanzierung Ihres Exportvorhabens erfolgen. 

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Die Universität zu Köln plant im Rahmen einer Neuausrichtung ihrer Energieversorgung zukünftig auch stärker auf erneuerbare Energiequellen zu setzen. In diesem Kontext wurde DFIC u.a. mit der Planung für eine zukunftsfähige Kälte- und Wärmeversorgung auf Basis von Geothermie für einen Institutsneubau auf dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Campus der Universität beauftragt. DFIC plant hierzu den Einsatz sogenannter Hochleistungsenergiepfähle (HEP) zur Erschließung des ganzjährig stabilen Temperaturniveaus im Erdreich von ca. 10°C in 15 - 30 m Tiefe (Bereich der oberflächennahen Geothermie).

Die jeweils mit bis zu 30.000 Litern Wasser befüllten und 28 m tiefen HEP lassen sich außerhalb des Gebäudes im Erdreich versenken und stellen als Wärmequelle bzw. -senke im Pendelbetrieb regenerative Wärme- bzw. Kälteleistung bereit. Das HEP-System erschließt eine 100% erneuerbare und - inbesondere bei der Versorgung von Niedertemperatur(NT)-Heiz- und Kühlbedarfen - äußerst effiziente und Form der Energieversorgung.

DFIC entwickelt für die Stadtwerke Coesfeld nachhaltige Wärmeversorgungslösungen in einem Industriepark. Im ehemailgen Bundeswehrstandort Industriepark Nord.Westfalen (IPNW) hat DFIC nicht nur Potenziale im Zusammenhang mit der am Standort ansässigen Biogasanlage, sondern auch durch die mögliche Einbeziehung und energetische Nutzung des kommunalen Grünschnittaufkommens identifiziert.

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Im Rahmen der Exportinitiative Energieeffizienz des Ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) übernimmt DFIC nach gewonnener Ausschreibung zum wiederholten Male die Beratung zu Export- und Projektfinanzierung in verschiedenen Ländern. Die angebotenen Beratungsleistungen umfassen eine Vielzahl von Technologien und Finanzierungsmethoden je nach den unternehmensspezifischen Anforderungen. Auch die Nutzung der vielfältigen Fördermöglichkeiten in der Phase der Markt- und Projektentwicklung spielen eine Rolle.


DFIC begleitet die Exportinitiative bereits seit 2012 und verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus der Durchführung und Finanzierungsberatung für Unternehmen. DFIC hat zudem verschiedene Finanzierungsstudien zu Auslandsmärkte erstellt, welche die lokalen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für die jeweiligen Zielmärkte beurteilt und deutschen Unternehmen dabei hilft, die richtigen Finanzierungs- und Förderquellen für ihre Projekt zu finden. Die Studien können unter www.dfic.de/de/downloads.html runtergeladen werden.